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Akiro (+)

Akiro - "What´s up as Àras an Ùachtaràin"
Vater "Fujioh of Sagami Imai"
Mutter "Azami vom Bischborner Hof"

03.10.1997 - 07.11.2010 (+)

08.11.2010
Akiro ist nicht mehr. Mein alter, treuer Freund hat uns gestern um 23:45 für immer verlassen.

Viele Hunde waren schon in unseren Händen und alle waren unsere Freunde. Doch mit ihm verband uns SEINE ganz besondere Art.
Stur, selbstbewusst und eigensinnig, das waren seine drei hervorstechenden Eigenschaften, mit der wir erst lernen mussten umzugehen.
Dabei fallen mir die Worte von Lydia ein, als ich ihn vor 13 Jahren nach Hause brachte: "Was bringst du denn da daher? ......so ein arrogantes Vieh.." (siehe auch Reisebericht weiter unten) und genau das war es was ihn so ausgezeichnet hat. Grundsätzlich hat er gemacht, was er wollte. Nie aber auf böse oder dumme Weise, sondern immer als großartiger Hund. Wenn es darauf ankam, dann hat er „funktioniert“. So funktioniert, wie wir uns das halt so vorstellen, wenn ein Tier in unserer Gesellschaft leben muss, auch wenn es ihm nicht immer „in den Kram“ gepasst hat. Er war immer absolut verlässlich, hat mich nie enttäuscht.
Er durfte immer tun und lassen was er wollte. Im letzten Jahr hat er es vorgezogen, doch mehr für sich alleine zu sein. Auch diesen Willen habe ich ihm gelassen.

Zugegeben, er war ein Raufer, hat keine Gelegenheit ausgelassen zu stänkern und zu wirbeln. Meist war es nur Show. Er hat nie (bis auf wenige Ausnahmen) wirklich seine Gegner verletzt, ließ sich immer und jederzeit abrufen. Meistens war er der Sieger geblieben und das hat er in vollen Zügen genossen.

Ich durfte viel Zeit mit ihm verbringen. Wir machten unzählige Läufe, Mountainbike- oder Schitouren, hat Lydia und mich bei jeder Walkingtour begleitet.

Er war jahrelang mein Beifahrer über mehrere hundert tausend Kilometer bei meinem Job und war auf jeder Veranstaltung mit dabei. Mein Auto war sein zu Hause. Ich denke er hatte ein gutes, ein schönes Leben. Er hat es mir gedankt indem er immer loyal zu mir, auch dann wenn ich ungerecht zu ihm war. Er war einfach immer da für mich. 13 Jahre, war er 365 Tage 24 Stunden, das sind über 113.000 Stunden!, mein Begleiter, mein Freund. Er hat mein Leben so ausgefüllt.

Die letzten Monate waren ein wenig „beschwerlich“ für meinen/unseren alten Freund.
Seine Taubheit, mit der konnte er ganz gut umgehen. Auch seine schwindenden Muskeln hatten ihn nicht sehr beeinträchtigt. Er hatte sich ohnehin nicht mehr viel bewegt. Sein Lieblingsplatz war direkt vorm Schwedenofen, wenn dieser besondere Hitze abgegeben hat. Obwohl, manchmal, wenn er wieder den Streit mit vermeintlichen Gegnern suchte, da wünschte er sich, wieder der Alte, der Starke zu sein.

Das, was hat er sein ganzes Leben gehasst hat, nämlich Hitze zu ertragen, hat er auf seine alten Tage besonders geliebt. „Holt einen Feuerlöscher, der Alte fängt gleich an zu brennen!", war ein oftmaliger Satz in unserer Wohnung.

Immer öfter hat er seine "Hinterlassenschaften" in unserer Wohnung einfach verloren. Meist war es ihm egal. Und, obwohl wir die Angelegenheit immer wortlos bereinigt haben, war es ihm doch hin und wieder aber peinlich. Das waren schon die ersten Zeichen für sein Leiden.

Die Spaziergänge in letzter Zeit, zu denen wir ihn immer mit „Nachdruck überreden“ mussten waren nur von kurzer Dauer. Meist hat er nach einigen hundert Metern beschlossen einfach nach Hause zu gehen, egal was wir dazu gesagt haben. So wie er überhaupt sehr stur und selbstbewusst in seinem ganzen Leben war, war er in den letzten 14 Monaten, seit Beginn seiner Taubheit, besonders eigenwillig - was mich in seinem Leben mitunter fast in den Wahnsinn trieb, war eben in dieser Zeit eine liebe Begleiterscheinung und ich hatte, trotz der Umstände mit dieser Sturheit, besonders viel Freude mit ihm.

Doch letzten Mittwoch zeigte er die erste „Schwäche“ in seinem Leben. Eine, vorerst diagnostizierte, Magendrehung bedrohte seine Gesundheit. Dank der Hilfe von Nadja Wöhrer, unserer lieben Freundin und hervorragenden Tierärztin, konnten wir unseren Opa wieder stabilisieren und es ging ihm, wider Erwarten, sehr gut. Gehegt und gepflegt, mit „Hühnerfleisch an Naturreis“ ging es für ihn in einen neuen Lebensabschnitt.
So glaubten wir. Doch das Schicksal hatte anderes vor mit ihm. Offensichtlich hatte er einen schweren Defekt im Magen bzw. in seinem Verdauungstrakt. Jedenfalls funktionierte seine Verdauung nicht mehr einwandfrei, sodass, gestern Abend, wieder eine vollkommene Blockade seiner Verdauung seinen Gesundheitszustand so verschlechterte, dass ein neuerlicher Besuch in Nadjas Ordi notwendig war.
Im Gegensatz zum Mittwoch, wo er noch kämpfte wie ein Löwe, war er gestern völlig kraft- und willenlos. Obwohl er nach der Behandlung wieder sichtlich besser drauf war, verschlechterte sich sein Zustand gegen 23 Uhr rapide und seine Schmerzen wurden unerträglich. So haben wir uns entschlossen mit ihm seinen letzten Weg anzutreten.

Ach ja, arrogant, das war er. Er hat nicht mit jedem kommuniziert. Er hat sich seine Freunde sehr sorgfältig ausgesucht.
Ich, wir, hatten das Glück und durften unter diesen, seinen Freunden sein.

Er wird uns fehlen.....

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Er war unser erster Akita und stammt aus Holland von Cornelis Koot.
Als PDF zum runterladen: meine kleine Geschichte, wie wir zu diesem "Viech" kamen. Klicken Sie auf "Akiro Reisebericht".

HD-A - Augen O.B.

05.09.2009
Akiro ist seit einigen Tagen vollkommen taub. Zum ersten Mal in "meinem Hundeleben" bin ich wirklich überfordert mit so einer Diagnose!
Für Erfahrensberichte oder Tipps für dem Umgang mit tauben Hunden bin ich ehrlich sehr dankbar!


PDF-Datei Akiro-Reisebericht(1).pdf (29 KB)




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