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Mori (+)

Mori "Moriko Tajgeta"
Vater "Tanoshimi Go"
Mutter "Ania"
29.06.2005 - 07.06.2012 (+)

Sie stammt aus Polen.

Zuchtzulassung seit 16.06.07
HD-A
Augen O.B.


Foto: Simone Bolterauer

Nachruf zum Tod von Mori - 7.6.2012

Die besten erwischt es immer zuerst.

Es ist immer der falsche Zeitpunkt, wenn eine/r geht. Doch heute, es ist Donnerstag der 7.6.2012, ist es wieder besonders schlimm.

Nicht einmal sieben Jahre ist es her, als Mori geboren wurde, genau gesagt am 29.6.2012. Die ersten Jahre ihres Lebens hat sie bei Sonja, unserer Tochter verbracht. Doch nach einiger Zeit, vielleicht drei oder dreieinhalb Jahre, sind die Konflikte mit Siri, der zweiten Hündin von Sonja, nicht mehr zu bewältigen und sie übersiedelt zu uns, „bevor noch mehr passiert“, einige Schneidezähne mussten ohnehin schon dran glauben. Wir zwei sind sofort Freunde und ihre Beziehung zu Akiro festigt sich noch mehr. Es tut ihr offensichtlich gut, nicht mehr den ganzen Tag über angespannt zu sein und sich permanent mit der anderen Hündin zu messen.

Mori ist der Innbegriff eines Akitas: hübsch, ruhig, vornehm, sicher und STUR. Ein bissl schaut sie aus wie eine Hyäne, aber das macht nichts, „ist eh nicht schlecht, wenn sie nicht alle Leute gleich angreifen und ein wenig Respekt vor ihr haben.“ Sie vermittelt ein wenig den Eindruck einer „bösen“ Hündin. Dieser täuscht jedoch, denn sie ist ein wundervolle und selbstsichere Hündin, die niemals Menschen gegenüber Aggresivität zeigt. Die Betonung liegt auf Menschen. Hunden gegenüber ist sie alles andere als freundlich, sie zeigt eben wer der „Herr“ ist. Akita halt.

Bei unseren vielen Spaziergängen und vor allem Mountainbikeausfahrten ist SIE der Hund, der am verlässlichsten ist, der immer da ist, um den man sich nie kümmern braucht. Sie ist einfach da, immer vorne mit dabei und völlig problemlos.
Die beiden letzten Jahre unseres Zusammenlebens waren davon gekennzeichnet, dass sie der einzige Hund von unserem Rudel war, der auf der Wohnzimmercouch den Abend verbrachte. Egal ob ich drauf lag oder die Bank verweist war. Benützte ich ihren Platz, so hat sie sich einfach, nicht ohne mich dabei vorwurfsvoll anzusehen, auf mich draufgelegt, so quasi: „hey Alter, das ist mein Platz“. Sie war der einzige Hund, der die Eingangstüre, trotz Türschließer, von aussen aufmachen konnte. Das tat sie täglich und schlich dabei, im Gegensatz zu Shira, so lautlos durch´s Haus, dass man nicht wusste, ob sie nun da war, oder im Hof.

Zuchthündin und Mutter war sie eine ganz Besondere. 16 Welpen schenkte sie das Leben. Alle Welpen wurden aufgezogen und bestens versorgt. Und nicht nur um ihre eigenen Welpen hat sie sich gekümmert. Auch die Welpen unserer anderen Hündinnen wurden immer so versorgt, als wären es ihre eigenen. Gegenüber Shira hat sie deren Welpen, nachdem Shira die Wurfkiste zwecks Entleerung oder Nahrungsaufnahme verlassen hat, vehement verteidigt.
Der letzte Wurf vom 3. März 2012 wurde von ihr noch aufopfernd gepflegt und großgezogen. Doch offensichtlich war ihre Krankheit schon bei der Geburt so weit fortgeschritten, dass ihr Ziel nur mehr die Versorgung der Welpen war. Vor 4 Wochen verließen fünf gesunde junge Hunde unser Haus. Vor eineinhalb Wochen zeigte sie erste Anzeichen einer Krankheit. Doch sie fraß und benahm sich vollkommen normal. Das ließ uns nicht weiteren Anlass zur Sorge. Doch vor zwei Tagen bemerkte ich einen harten Bauch bei ihr. Gestern Nacht war dieser schon sehr besorgniserregend und heute früh der Gang zu Nadja Wöhrer, unserer geliebten und hervorragenden Tierärztin unumgänglich.
Die niederschmetternde Diagnose: Ein Lebertumor, von der Größe eines Handballs, in nicht mehr operierbarem Zustand. Wir haben trotzdem versucht, sie zu retten, doch nach der Öffnung des Bauchraumes bestätigte sich die Diagnose und es blieb nur mehr der letzte Weg. Vor vier Wochen bei der Wurfabnahme zeigte sie keinerlei Symptome. Bei unseren letzten Spaziergängen trabte sie wie immer, federnd und leicht, wie eben eine junge Hündin, die sie war, es tut.

Dieser Umstand zeigt, wie hart und stark Mori war, dass sie bis zum letzten Atemzug eine Kämpferin und tolle Freundin war.

Dein letzter Platz wird an der Seite von deinen Freunden Akiro und Shiba sein.
Mori, du wirst uns fehlen, du wirst mir fehlen, meine liebe Freundin, wir hatten noch so viel vor…..

Jeder geht mit seiner Trauer um so gut er kann und das ist gut so. Tiere sind da anders, für sie ist der Tot ein ständiger Begleiter, mit dem Sie sicher besser umgehen können als wir!



PDF-Datei Papiere_Mori.PDF (474 KB)

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